Gedanken der Teilnehmer der Meisterwerke
Für die Kinder, die beim Meisterwerk als Teilnehmer dabei waren, ging die Arbeit im Anschluss weiter. Während der Präsentationen beobachteten sie aufmerksam das Geschehen und hielten ihre Eindrücke schriftlich in ihrem Notizbuch fest. Sie notierten Fragen oder Gedanken, die sich während des Zuschauens ergaben.
In der Nachbereitung nutzten sie diese Aufzeichnungen, um eine eigene schriftliche Reflexion zu verfassen. Dabei setzten sie sich nochmals bewusst mit dem Erlebten auseinander. Sie formulierten wertschätzende Rückmeldungen, beschrieben ihre Wahrnehmungen und überlegten, welche Ideen oder Impulse sie selbst aus dem Meisterwerk mitnehmen können.
Dieser Prozess machte deutlich, dass Zuhören und Beobachten aktive Lernformen sind. Durch das strukturierte Notieren und das anschließende Reflektieren stärkten die Kinder ihre Fähigkeit, konstruktiv Feedback zu geben und ihre Gedanken klar auszudrücken.
Ein besonders schöner Moment entstand nach dem Meisterwerk von Véronica: Antonio brachte am nächsten Tag seinen eigenen Plattenleser mit, um selbst Musikstücke vorzustellen, die ihm besonders gefallen hatten. So wurde deutlich, wie inspirierend die Beiträge der Kinder füreinander sein können.
So wurde das Meisterwerk für alle Beteiligten zu einem gemeinsamen Lernmoment, der Aufmerksamkeit, Empathie und Reflexionsfähigkeit förderte.
Timos Reflexion zu Raphaels Meisterwerk:
„Du hast sehr gut vorgestellt, weil ich sehr viel gelernt habe. Zum Beispiel wusste ich vorher nicht, dass Ada Lovelace nicht in ihr Buch geschrieben hat.
Du hast frei gesprochen und nicht von der PowerPoint abgelesen. Außerdem hast du viele Dinge erklärt, die nicht auf der PowerPoint standen. Du hast Construct sehr gut erklärt und es so dargestellt, dass jeder die Grundlagen verstehen konnte.
Deine Aktivitäten waren auch sehr gut. Ich habe gelernt, wie man Dr. Eureka spielt. Dein C-O war sehr gut geplant und logisch strukturiert. Es hat Sinn gemacht, dass du mit den alten Computern angefangen hast und danach zu den neuen Computern übergegangen bist.
Man konnte sehen, dass du dich sehr für dein Thema interessierst und dass es dir Spaß macht. Du hast ein interessantes Thema gewählt.“
Mias Reflexion zu Ashleys Meisterwerk:
„Donnerstag war ich bei Ashleys Meisterwerk und wir haben über das Leben der Kinder in Auschwitz-Birkenau gesprochen. Als Erstes haben wir eine Biografie über Adolf Hitler gelesen. Danach hat Juliette erklärt, dass man früher, wenn einem ein Zahn ausgefallen ist, einen Goldzahn bekommen hat. Wenn die Menschen dann ins KZ kamen, wurden die Goldzähne verkauft, damit die deutsche Armee mehr Waffen kaufen konnte.
Danach haben wir ein Video über eine Frau gesehen, die im KZ in Auschwitz überlebt hat. Sie heißt Tova Friedman. Ihre Nummer war A-27633. Danach haben wir ein anderes Video gesehen, in dem sie sagte, dass der 27. Januar 1945 der beste Tag ihres Lebens war, weil die Elektrizität ausgeschaltet wurde und sie befreit wurden.
Wir haben auch gesehen, wie sie sich angezogen haben. Sie trugen Pyjamas mit blau-weißen Linien. Alle Pyjamas hatten ein Symbol. Einen Pfeil nach oben und einen nach unten bedeutete, dass ein Mädchen Mädchen mag oder ein Junge Jungen mag. Wenn sie einen roten Pfeil hatten, bedeutete das, dass sie Politiker waren. Ich habe das Meisterwerk super interessant gefunden.
Mia 15/05/2026 „