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Gerhard Richters Album

von Taccuino Del Vecchio | 28/11/2025 | Die Notizen des Alten | 0 Kommentare

Von Gerhard Richter sieht sich der Alte seit 2007 immer wieder am Kölner Dom das von ihm selbst Elmar-Patchwork-Fenster genannte Richter-Fenster an.

Auch die Benediktinerabtei in Tholey hat Richter mit Fenstern beschenkt. Der Besuch lohnt:

In Paris ist eine Gerhard Richter Ausstellung über sein Lebenswerk in der Fondation Louis Vuitton zu sehen.
Der Alte hat sie besucht.

Ende der 60er Jahre hat Richter angefangen große, graue Flächen zu malen. Warum?
“Je l´ai fait parce que je ne savais pas quoi peindre, ni ce qu´il y avait à peindre. Au fil du temps, j´ai observé des différences de qualité entre les surfaces grises.”
Richter sagt dazu, dass er es geschafft hat, Bilder vom Nichts zu produzieren.

Genau wie Kinder überrascht er sich also selbst mit immer neuen Texturen und Gestaltungsmöglichkeiten, diesmal in Grau.
Viele Male hat der Alte ähnliche Erzeugnisse der Kinder bereits im Vorschulalter in der Jean-Jaurès Schule gesehen: Kinder schwelgen in Texturen, gehen den Spachtel-, Pinsel- und Bürstenschwingungen nach und kreieren eindrucksvolle Flächen und Hintergründe für ihre weiteren Produktionen.

Besonders beeindruckt haben den Alten die ausgeschnittenen Zeitungsfotos, welche Gerhard Richter zeitlebens in Alben sammelte, die im Faksimile aus dem Verlag von Walter und Franz König vorliegen.
Zu einem späteren Zeitpunkt hat Richter einzelne Fotos eins zu eins in Gemälde transponiert. Richter nannte die Alben übrigens seinen Atlas.

Der Alte glaubt, dass solche von den Kindern verfertigte persönliche Alben den Grundschatz für das Verfertigen von mündlichen und schriftlichen Texten in der Schule begründen könnten.
Wie einfach ist doch das Generieren von ´Texten´!

Gestört oder besser befremdet hat den Alten in der Ausstellung in Paris nur dieser Junge, der sich inmitten der prachtvollen Exponate einem von Explosionen und Schüssen strotzendem Videospiel hingab:

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