François Béranger zum Geburts- und Todestag im Oktober (28.10.1937 – 14.10.2003)
Der Alte erinnert sich noch gut an das Konzert von François Béranger vor bald 50 Jahren in der Sporthalle in Joeuf, die er ansonsten mit Kameraden seines Basketballvereins zu Spielen des Joeuf BC in der ersten französischen Liga besuchte.
(Diese Spiele hatten es in sich, stes ein aussichtsloser Kampf der Underdogs aus dem Hüttengebiet gegen die reicheren Spitzenklubs aus Villeurbanne, Le Mans, Berck, … hier illustriert durch Joeufs Spielmacher Jean-Louis Tornior, 1m64, zu sehen auf dem Bild mit seinem Spielertrainer George Fisher:

Kampf war damals auch für den Sänger und Liedermacher François Béranger in derselben Halle angesagt.
Kommunistische, maoistische und sonstige Splittergruppen unterbrachen ihn nämlich bei seinem Vortrag und warfen ihm vor, Familienlieder über seine Oma und Liebesschnulzen vorzutragen, anstatt den revolutionären Schwung in der Fensch Valley zu besingen und somit auch zu beschleunigen.
François Béranger ließ sich von dieser Meute nicht beeindrucken: Er singe, was ER wolle und lasse sich nicht von illusionären Zeitströmungen gängeln.
Gut eine Viertelstunde dauerte der Schlagabtausch, dann durfte Béranger weitersingen.
Zuerst noch einmal ein Lied für seine geliebte Oma, dann Tranches de vie, das große Strecken seines Lebens als streunender Jugendlicher, Algerienkämpfer und desorientierter Arbeiter thematisiert.
Soviel zur Besänftigung der jugendlichen Revoluzzer.
Der Alte hatte wieder einmal eine Lektion in Zivilcourage erlebt.
Besonders liebt der Alte François Bérangers Tous ces mots terribles.
Hören Sie selbst:

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