Konferenz der Tiere im sozialen Kontext
Die Kinder des Zyklus 4 lesen den Roman Die Konferenz der Tiere (1949) von Erich Kästner. Zunächst ging es darum, sich mit dem Autor vertraut zu machen, wie die Kinder es bereits seit dem Zyklus 1 kennen. Kästner entschied sich während des Zweiten Weltkriegs bewusst dafür, in Deutschland zu bleiben, und veröffentlichte seine damals verbotenen Werke weiterhin unter verschiedenen Pseudonymen. (Erich Kästner – ARTE)
Schon beim Lesen der ersten Kapitel wurden Kästners vielfältige politische und gesellschaftliche Perspektiven deutlich. Dabei wird immer wieder betont, dass die Kinder im Mittelpunkt seines Denkens und Schreibens stehen. Das gemeinsame Lesen eröffnete zudem viele Diskussionen, sowohl zum Inhalt des Romans („Warum packen die Frauen den Männern die Koffer?“ – Adilson) als auch zu dessen sprachlicher Gestaltung.
So entstand beispielsweise beim Adjektiv „schneeglitzernd“ eine angeregte Auseinandersetzung mit sogenannten „hochwertigen“ Adjektiven. Die Kinder sammelten nicht nur zahlreiche Beispiele, sondern stellten auch fest, dass diese Adjektive nicht gesteigert werden können.
Dieses gemeinsame Lesen zeigt deutlich, wie bereichernd Lesen in einem sozialen Kontext sein kann.
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