Die Geschichte Luxemburgs
Im transversalen Unterricht sollen die Kinder die Stadt Luxemburg näher kennenlernen. Hierfür wurden sie in Gruppen aufgeteilt und jeder Gruppe wurde ein Ort oder eine Sehenswürdigkeit zugeteilt. In einer ersten Phase haben die Kinder sich die Zeit genommen ein Bild ganz genau zu beobachten. Exaktes Anschauen nimmt Zeit in Anspruch. Je länger man schaut, desto mehr Details tauchen auf. Anschließend haben die Kinder ihren Ort oder ihre Sehenswürdigkeit auf ein Blatt übertragen. Diese Arbeit erfordert viel Zeit, um die Bilder so originalgetreu wie möglich wiederzugeben.
Über Bilder und ihre Betrachter schreibt Genazino:
“Der Betrachter, der einen Gegenstand anschaut, verknüpft Wahrnehmung mit Empfindung und Fiktion. Alle Bilder schweigen ; sobald Menschen sie anschauen, fangen sie an zu sprechen. Im Betrachter sedimentiert sich ein Text. Alle angeschauten Bilder und Gegenstände spekulieren mit unserem verinnerlichten Wissen. Jedes Bild weiß mehr, als es beim ersten Anschauen preisgibt. Der Betrachter ist der, der immer gerade merkt, daß er ein Bild noch länger anschauen muß.“
(2006) Die Belebung der toten Winkel. München, Hanser. S. 43