Liesmëtten
Am 28. Februar 2026 fand in unserer Schule ein Lesenachmittag statt, der ganz im Zeichen der Mehrsprachigkeit und der gemeinsamen Lesekultur stand. Eltern, externe Personen sowie auch Kinder kamen in die Schule, um Geschichten in unterschiedlichen Sprachen vorzulesen. In verschiedenen Räumen wurde gelesen, erzählt und aufmerksam zugehört. Die Kinder erlebten, wie vielfältig Sprache klingen kann und wie unterschiedlich Geschichten erzählt werden.
Die Vorlesenden brachten nicht nur Bücher mit, sondern auch persönliche Bezüge zu ihren Sprachen und Kulturen. Dadurch entstand eine authentische Begegnungssituation, in der Sprache nicht als Unterrichtsgegenstand, sondern als lebendiges Kommunikationsmittel erfahrbar wurde. Viele Kinder lauschten ihnen unbekannten Sprachen mit großer Neugier, andere freuten sich, ihre Familiensprache im schulischen Kontext wiederzufinden. Diese Erfahrung stärkte sichtbar das Selbstwertgefühl derjenigen, die ihre Mehrsprachigkeit als Ressource einbringen konnten.
Im Anschluss an die Lesungen nahmen die Kinder an verschiedenen Aktivitäten rund um die Bücher teil. Dabei wurde gebastelt, diskutiert, geschrieben, gemalt oder in kleinen Gruppen über zentrale Aussagen der Geschichten gesprochen. Das Thema des Nachmittags orientierte sich bewusst an den Werten unserer Schulcharta.
Durch das gemeinsame Lesen und die anschließenden Aktivitäten konnten die Kinder nicht nur neue Sprachen und Kulturen entdecken, sondern auch ihre Freude am Lesen weiterentwickeln. Der Lesenachmittag zeigte einmal mehr, dass Lesen weit über das reine Entschlüsseln von Text hinausgeht. Es verbindet Menschen, schafft gemeinsame Erlebnisse und eröffnet Räume für Austausch, Empathie und Perspektivenvielfalt.